Beim Würstchen unterm Tore…

Beim Würstchen unterm Tore…

Eines schönen Abends, im kleinen Dörfchen Wartenburg, da trug es sich zu, dass vier junge Männer im Sportlerheim saßen, ein Gläschen Bier tranken und überlegten, wie der Dorfalltag ein wenig Schwung erhalten könnte…

Und – wie das so in Geschichten mit gutem Ausgang  ist – sie hatten eine Idee!
Kreativ, geschickt und natürlich sehr heimlich wurde geschnitten, geklebt, gebastelt…

Am Ostersonntag des Jahres 2002, dem 31.3., fuhren ebendiese vier jungen Männer zu einer Party, um dann – spätnachts heimkommend – ihre gut vorbereitete Idee in die Tat umzusetzen:

In den sehr frühen Morgenstunden des 1. April! 2002 rumpelte also ein kleiner Handkarren durch die Straßen von Wartenburg, in Richtung Dorfmitte. Beladen war dieser Handkarren mit recht sonderbaren Utensilien, die dann von den vier jungen Männern am Brühlschen Gartentor abgeladen wurden.
Die jungen Männer „bauten“ eine Räuberleiter und brachten oben am Tor ein Bettlaken an. Auf diesem Laken stand in großen Buchstaben „Würstchenbude RK“.
Unten in das Tor hinein stellten sie einen Pappmann, dem sie die Jacke eines Koches überzogen, das vergrößerte Foto unseres damaligen Bürgermeisters auf das Gesicht klebten, eine Würstchenzange und einen – aus einem Schuhkarton gebastelten – Grill in die Hand gaben.

Anschließend machten die jungen Männer noch viele lustige Fotos und begaben sich an ein in der Nähe noch loderndes Osterfeuer, das sie während ihrer „Arbeit“ entdeckt hatten und tranken dort einen wohlverdienten kleinen Osterabsacker…

    Am Morgen des 1. April 2002, dem Ostermontag,  wurde eine Anwohnerin des Sportlerwegs zwischen 8.00 und 9.00 Uhr von einem aufgeregten Bürgermeister aus dem Haus geklingelt. Ganz schnell wollte er eine Leiter, um das aufgehängte Laken „seiner Würstchenbude“ vom Brühlschen Gartentor zu holen.

Aufregung über Aufregung! Die Polizei wurde informiert und schaute sich mit Einsatzfahrzeug die neue Sehenswürdigkeit Wartenburgs an.
Und das alles am 1. April!

Leider wurde dieser Sehenswürdigkeit ganz schnell der Garaus gemacht: Das Laken wurde abgenommen und der Pappkamerad aus dem Tor geholt, so dass eine Grillparty unterm Gartentor für Wartenburgs Bürgerinnen und Bürger nicht mehr steigen konnte!

Und die Moral von der Geschicht:
Grillen am Brühlschen Gartentor, das darf man nicht!

Ähnlichkeiten mit noch lebenden Personen sind rein zufällig…..

 

 

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