Der Teppichgarten

    „Der Teppichgarten“ in der Wartenburger Erich-Viehweger-Str.21

Bunt und rustikal blüht zur Zeit der Bauerngarten! Vorrangig Sonnen-
Blumen, Königskerzen, Dahlien und Cosmea, neben Kartoffeln, Tomaten, Basilikum und Flaschenkürbis.
Die Besitzerin wollte einen Rückzug haben, vom Rentnerleben, dem sehr exakten aber höchst kreativen Garten ihres Mannes. Hier konnte auch mal Chaos herrschen, Unkraut keine Schande sein, die Hände in der Erde haben, als Hochgenuss.
Herrmann Hesse, dessen 50. Todestag wir gerade feiern sagte, ohne Unkrautjäten in meinem Garten wäre das „Glasperlenspiel“ nicht entstanden, wofür er den Nobelpreis erhielt.
Und so sieht die Besitzerin des Gartens dieses Tätigsein als höchste Entspannung, die Gedanken gehen spazieren, Knoten lösen sich.
Die Teppiche entstanden nicht  auf „ihrem Mist“, im Fernsehen war eine Sendung, wie man anders dem Unkraut Herr werden könne. Abdecken mit schwarzer Folie oder Naturteppichen, die seien besser, da schwerer.
So begann sie vor 2 Jahren, bei Haushaltsauflösungen an der Strasse nach günstigen Teppichen zu fahnden und belegt alle Flächen, die nicht erneut mit Unkraut zuwuchern sollen. Ganz klein dürfen oder sollen die Pflänzchen sein, ein guter Dünger, die Verrottung unter den Textilien geht auch schnell als im Kompost. Der Hauptweg, rechts und links ein Teppichstreifen, ufert nicht mehr aus, kein jährliches Abstecken. Die Sitzecke ist immer frei, böse Blicke für das Unkraut oder die Wildpflanzen gibt es nicht mehr.
Also, sie hat sich Freiraum geschaffen, das Jäten zwischen den Blumen bleibt immer noch.

Sie hat ein Gerätehäuschen an dem Cicero verewigt ist:
„Glück ist ein bunter Garten und ein gut gefüllter Bücherschrank“
Apropos Erich-Viehweger-Strasse: am 3./4./.5./6./ 10. 2013 findet in der Kirche von Wartenburg eine Erich-Viehweger-Ausstellung statt. Es sollen möglichst viele alte Wartenburger Ansichten von ihm gezeigt werden (ab 1932).   
 
Der Garten wiederum wird 2013 nur mit Sonnenblumen bepflanzt zu Ausgestaltung des Dorfes zu diesen Festtagen. Es ist schon ausprobiert, sie müssen am 10. Juli gesteckt werden, um dann ihre Sonnen- Strahlen zu zeigen.

                           Eine Wartenburger Rentnerin des Seniorenklubs „Immerzeit“